| Bundesverbraucherministerium

Der Dispokredit ist der teuerste Kredit

Wer Angebote vergleicht, kann bei den Zinsen für einen Dispokredit viel Geld sparen.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Der Dispokredit ist in der Regel der teuerste Kredit einer Bank. Nach Angaben des Bundesverbraucherministeriums müssen Kunden im Durchschnitt elf bis zwölf Prozent Zinsen zahlen, wenn sie ihr Girokonto überziehen.  

Und das ist meist zu akzeptieren: „Verhandeln kann man über den Zinssatz als normaler Kunde eigentlich nicht“, erklärt Max Herbst von der FMH Finanzberatung in Frankfurt. Lediglich äußerst guten Kunden räumten Banken mitunter einen Nachlass ein.

Normale Verbraucher sollten daher vergleichen. Denn laut FMH verlangen viele Banken weniger als zehn Prozent Zinsen für einen Überziehungskredit. Solch günstige Angebote reduzieren die Kosten. Beispiel: Bei einer teuren Bank müssen Kunden 12,5 Prozent für ihren Überziehungskredit zahlen. „Ist ein Kunde mit 500 Euro im Dispo, muss er dafür im Monat 5,21 Euro Zinsen zahlen“, rechnet Herbst vor. Eine günstige Bank verlangt hingegen nur 5,25 Prozent Zinsen. „Der Kunde muss in diesem Fall nur 2,19 Euro Zinsen im Monat zahlen.“

Generell sollten Kunden den Dispokredit aber immer nur vorübergehen nutzen. „Wer ständig im Minus lebt, hat etwas falsch gemacht“, sagt Herbst. Wem die hohen Dispozinsen seiner Bank dennoch ein Dorn im Auge sind, könne zu einem anderen Institut wechseln. „Dabei sollte man allerdings immer das Gesamtangebot im Auge behalten“, erklärt Herbst. Denn niedrige Kontoführungsgebühren, kostenlose Kreditkarten oder viele Geldautomaten seien ebenfalls wichtige Kriterien.



Schlagworte zum Thema:  Kreditkosten, Dispositionskredit, Dispozinsen, Kredit

Aktuell

Meistgelesen