28.11.2013 | Banken unter Verdacht

Bafin prüft Manipulationen beim Goldpreis

Das Bafin prüft das Preisfixing für Gold.
Bild: Haufe Online Redaktion

Neben dem Zins-Skandal und möglichen Manipulationen am Währungsmarkt prüfen die Finanzaufsichtsbehörden auch die Prozesse bei der Preisfestlegung für Gold und Silber.

Die Prüfungen richten sich nach einem Bericht des "Wall Street Journal Deutschland" gegen eine Hand voll europäischer Banken, die traditionell die Richtwerte für die Edelmetallpreise festlegen, darunter auch die Deutsche Bank.

Untersuchungen dauern an

"Die Bafin schaut sich neben (den Referenzzinssätzen) Libor und Euribor auch andere Benchmark-Prozesse wie das Gold- und Silberpreisfixing bei einzelnen Banken an", erklärte ein Sprecher der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) in Bonn. Die Untersuchungen dauerten an. Zum Stand der Untersuchungen und zu den betroffenen Banken könne sich die Behörde mit Blick auf die Verschwiegenheitspflicht nicht äußern.

Deutsche Bank beim Fixing beteiligt

Nach Angaben der Zeitung prüft auch die Aufsicht in Großbritannien die Vorgänge. Die Preise für die beiden Edelmetalle werden täglich in London festgelegt. Beim Goldfixing sind neben der Deutschen Bank auch die britische Barclays, Bank of Nova Scotia, HSBC und Société Générale dabei. Die Deutsche Bank ist auch beim Silberfixing vertreten. Die zweimal täglich festgelegten Preise sind in dem Multi-Millarden-Markt Richtschnur für zahlreiche Marktteilnehmer wie Edelmetallhändler, Rohstoffunternehmen, Finanzinstitute und Zentralbanken.

Schlagworte zum Thema:  Silber, Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Edelmetallhandel, Gold

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