27.06.2013 | Europäischer Zahlungsraum

Bafin warnt Banken vor schleppender SEPA-Umstellung

Die Umstellung auf SEPA verläuft zu zögerlich.
Bild: Haufe Online Redaktion

Sieben Monate vor dem Start der neuen internationalen Kontonummern (IBAN) in Europa ruft die schleppende Umstellung die Bankenaufsicht Bafin auf den Plan. Die Haufe Gruppe bietet zur SEPA-Umstellung am 12. Juli ein kostenloses Online-Seminar.

In einem dringenden Schreiben warnt sie die Banken, dass im Falle einer verspäteten Umstellung auf die neuen EU-Regeln für Zahlungsüberweisungen (SEPA) die Liquiditätsversorgung bei den Unternehmen massiv gestört werden könnte. Selbst Firmenpleiten drohten. Durch die Umstellung auf das SEPA-Verfahren werden Bankgeschäfte ab dem 1. Februar 2014 mit der neuen IBAN-Nummer abgewickelt, die sich im wesentlichen aus der bisherigen Kontonummer und der Bankleitzahl zusammensetzt.

Banken sollen Auskunft über technischen Stand geben 

In dem Schreiben fordert die Bafin die Banken auf, bis spätestens zum 22. Juli Auskunft zum Stand der technischen Umsetzung in den Instituten sowie zur Kommunikation mit den Kunden zu geben. In einigen Banken seien nach Eingang des Bafin-Schreibens bereits Urlaubssperren für den Jahresbeginn verhängt worden. Die Institute befürchteten einen Ansturm ratsuchender Firmenkunden.

Nur knapp neun Prozent der Überweisungen im neuen Format 

Die Länge der IBAN ist von Land zu Land unterschiedlich und darf maximal 34 Zeichen umfassen. Derzeit variiert in der Praxis die Anzahl von 15 in Norwegen bis 31 in Malta. In Deutschland hat die IBAN immer 22 Stellen. Die Deutsche Bundesbank hatte Anfang Juni vorgerechnet, dass im ersten Quartal 2013 gerade einmal 8,7 Prozent aller Überweisungen in Deutschland im SEPA-Format abgewickelt worden seien. Vorstandsmitglied Carl-Ludwig Thiele betonte: "In acht Monaten müssen daraus 100 Prozent geworden sein."

Kostenloses SEPA-Online-Seminar

Haufe bietet ergänzend zu diesen Informationen am 12. Juli 2013, 10 Uhr, ein kostenloses SEPA-Online-Seminar. In dem 60-minütigen Seminar werden unter anderem folgende Fragen beantwortet:

Grundlagen: Was ist SEPA?

Welche Unternehmensbereiche sind von SEPA betroffen?

Wie kommen Sie an die erforderlichen Daten, z.B. Gläubiger-ID?

Was sind SEPA-Mandate und wie können bestehende Einzugsermächtigungen weiter genutzt werden?

Mit welchen Umstellungsschwierigkeiten müssen Sie rechnen?

 

Schlagworte zum Thema:  SEPA, SEPA-Basislastschriften, SEPA-Firmenlastschriften, BaFin, Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin)

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