03.01.2012 | Recht & Personal

Zweijährige Ausbildungen nehmen zu

Ausbildungen, die nur zwei Jahre dauern, kommen immer mehr in Mode. So haben im Jahr 2011 die Unternehmen mit 26.000 Lehrlingen neu einen Vertrag über eine zweijährige Ausbildung abgeschlossen, so eine Erhebung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages. Im Vergleich zum Jahr 2010 ist das ein Plus von zwölf Prozent.

"Die zweijährigen Ausbildungen richten sich vor allem an Hauptschüler", erklärt Michael Assenmacher, Ausbildungsexperte beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag. Sie seien von den Anforderungen niedriger als die Ausbildungen, die drei Jahre dauern. Sie wurden in den letzten Jahren in immer mehr Berufen eingeführt.

 

Niedrigere Anforderungen

"Die Firmen machen die Anforderungen niedriger, damit auch schwache Schüler eine Chance haben", erklärt Assenmacher. Beispiele für eine zweijährige Ausbildung sind etwa der Maschinenführer oder der Industrieelektriker.

 

Anteil verdoppelt

Gemessen an der Gesamtzahl der Ausbildungen, liege der Anteil der zweijährigen Lehren derzeit bei rund zehn Prozent, so Assenmacher. Im Vergleich zu 1999 hat sich die Zahl damit fast verdoppelt. Damals lag der Anteil nur bei rund fünf Prozent.

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