01.10.2015 | Programm "Bildung als Schlüssel"

Zusätzliche Millionen für Job-Integration von Flüchtlingen

Vor allem der Spracherwerb bei Flüchtlingen soll gefördert werden.
Bild: Haufe Online Redaktion

Für Ausbildung und Integration junger Flüchtlinge in den deutschen Arbeitsmarkt investiert das Bundesbildungsministerium bis 2017 zusätzlich rund 130 Millionen Euro.

Das Geld sei durch die Bund-Länder-Vereinbarungen der vorigen Woche abgesichert und komme den Asylsuchenden teilweise schon im laufenden Jahr zugute, sagte Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) in Berlin. Das Programm unter dem Motto "Bildung ist der Schlüssel" sei dringend nötig, weil mehr als die Hälfte der jetzt nach Deutschland kommenden Flüchtlinge jünger als 25 Jahre seien. Entscheidend für Integration sei Spracherwerb, betonte Wanka. Daher werden in Zusammenarbeit mit den Volkshochschulen sogenannte Lernbegleiter mit entsprechenden Sprachkenntnissen qualifiziert und Lern-Apps für Smartphones ("Einstieg Deutsch", "Deutsch für den Beruf") entwickelt. Ein zweiter Schwerpunkt ist die Ermittlung von Job-Potenzialen. Dabei setzt Wanka auf das 2012 beschlossene Gesetz zur Anerkennung von Berufsqualifikationen. Im vorigen Jahr waren hierzulande mehr als 13 200 im Ausland erworbene Berufsabschlüsse anerkannt worden - 1380 mehr als im Jahr zuvor. Mit Potenzialanalysen sollen junge Menschen aus Kriegs- und Krisengebieten bei der Wahl von Ausbildung und Beruf unterstützt werden. Weitere Punkte des Programms sind noch engere Kooperationen mit Industrie, Kammern und Verbänden sowie Kommunen, deren Bildungsmanagement für Flüchtlinge gestärkt werden soll.

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Schlagworte zum Thema:  Asyl, Arbeitsmarkt, Integration, Asylantrag, Asylbewerber

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