01.07.2016 | Familienunternehmen

Zu viele Hürden bei Flüchtlingsbeschäftigung

Etwa jedes zehnte der befragten 651 Familienunternehmen beschäftigt derzeit Flüchtlinge.
Bild: Haufe Online Redaktion

Die Beschäftigung von Flüchtlingen in Deutschland wird nach Darstellung der Familienunternehmen weiter durch zu viele Hürden behindert. Etwa drei Viertel der Firmen, die Flüchtlinge eingestellt haben, berichteten von Problemen.

"Für viele Familienunternehmen ist neben den unzureichenden Sprachkenntnissen vor allem der häufig ungeklärte Aufenthaltsstatus das größte Hindernis", sagte der Präsident des Verbandes "Die Familienunternehmer", Lutz Goebel, der Deutschen Presse-Agentur. Das Integrationsgesetz gehe nicht weit genug. Behörden müssten schnell klären, wer bleiben könne:

Click to tweet

Dienstleistungsvertrag mit dem Staat

Als zweite Baustelle nannte Goebel unzureichende Sprachkenntnisse. Es fehle an öffentlichen Integrations- und Sprachkursangeboten. Als Lösung biete der Verband an, einen Dienstleistungsvertrag mit dem Staat einzugehen. Demnach sollen Betriebe für zwei Jahre je Flüchtling und Monat 1.000 Euro für Sprachunterricht sowie die Betreuung durch erfahrene Mitarbeiter erhalten. Etwa jedes zehnte der befragten 651 Familienunternehmen beschäftigt derzeit Flüchtlinge. Davon entfallen der Umfrage zufolge rund 42 Prozent auf ein reguläres Arbeitsverhältnis. Nur zwei Prozent der beschäftigten Flüchtlinge seien in Minijobs tätig, 7,2 Prozent als Zeitarbeiter. Der Rest entfällt auf Praktika und Ausbildung. Rund ein Drittel der Unternehmen nennt Qualifikationsdefizite als Problem, gut 26 Prozent verweisen auf eine mangelnde Zusammenarbeit mit Behörden und etwa 16 Prozent auf "Motivationsprobleme".

>> Das könnte Sie auch interessieren:

Schlagworte zum Thema:  Flüchtlinge, Familienunternehmen

Aktuell

Meistgelesen