31.08.2010 | Recht & Personal

Zeitarbeit: Flexibilisierung ist wichtiger als Kostensenkung

Wenn Unternehmen Zeitarbeitnehmer einstellen, streben sie damit meist eine Flexibilisierung der Arbeitsverhältnisse. Kostengründe sind wesentlich seltener. Nur elf Prozent der Befragten nannten sie als wesentliches Motiv.

Diese Erkenntnis ergibt sich aus einer deutschlandweiten Studie unter 1.221 Unternehmen vom Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialpsychologie der Universität Erlangen-Nürnberg.
Nur elf Prozent der Befragten nannten Kostengründe als wesentliches Motiv dafür, Zeitarbeinehmer einzustellen. Hauptmotivation für den Einsatz von externen Mitarbeitern sind dagegen das Abfangen von Auftragsspitzen (87 Prozent) und die Flexibilität des Arbeitsverhältnisses (77 Prozent). Bestätigt werden diese Ergebnisse ebenfalls dadurch, dass nur jedes dritte Unternehmen seinen Personaldienstleister vor allem nach den niedrigsten Kosten auswählt.
Die überwiegende Mehrheit der befragten Unternehmen gab an, dass das Qualifikationsniveau des temporären Personals mit Abstand das wichtigste Kriterium für die Auswahl eines Personaldienstleisters ist: Insgesamt nannten 78 Prozent diesen Punkt als ausschlaggebend. Diese Zahlen entsprechen den Ergebnissen auf die Frage "Was ist die oberste Zielstellung Ihrer Unternehmensstrategie": Über 40 Prozent gaben an,dass sie in ihrer Branche in erster Linie die Qualitätsführerschaft anstreben.

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