| Bundesagentur für Arbeit

Wirtschaft sucht händeringend Auszubildende

Immer mehr Lehrstellen bleiben umbesetzt.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

 Die deutsche Wirtschaft sucht händeringend Auszubildende. Nach einem Bericht der Berliner Zeitung "Der Tagesspiegel" sind kurz vor Ausbildungsbeginn noch immer knapp 194.000 Lehrstellen unbesetzt.

Die Zeitung beruft sich auf Zahlen der Bundesagentur für Arbeit aus dem Juni. Besonders ernst sei die Situation im Osten Deutschlands, wo noch 37.000 Lehrstellen unbesetzt seien. "Durch den demografischen Wandel gibt es immer weniger junge Menschen, die wir für unsere Unternehmen gewinnen können", sagte Lutz Goebel, Präsident des Verbands Die Familienunternehmer. Der Hauptgeschäftsführer der Berliner Handwerkskammer, Jürgen Wittke, sagte dem Blatt: "Die Betriebe berichten, dass sie in diesem Jahr nur sehr wenige Bewerbungen erhalten."

Vor allem kleine Betriebe betroffen

Allein die Handwerksbetriebe in Deutschland haben zwei Monate vor Beginn des neuen Ausbildungsjahrs noch 30.000 offene Lehrstellen im Angebot. Das seien 3.000 mehr als vor einem Jahr, berichtet die in Ulm erscheinende Zeitung "Südwest Presse". "Wir konnten schon 2013 letztlich 15.000 Ausbildungsplätze nicht besetzen, und wir befürchten, dass uns das auch in diesem Jahr nicht gelingen wird", sagte der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), Hans Peter Wollseifer, dem Blatt. Vor allem die kleinen Betriebe hätten es schwer, Auszubildende zu finden.

>> Lesen Sie auch: Immer weniger Unternehmen bilden aus

Schlagworte zum Thema:  Ausbildung, Berufliche Ausbildung

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