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Arbeitnehmer können Bildungsurlaub auch "stückeln"

In 12 von 16 Bundesländern gibt es Regelungen zum Bildungsurlaub.
Bild: Haufe Online Redaktion

Haben Arbeitnehmer Anspruch auf Bildungsurlaub, müssen sie diesen nicht unbedingt am Stück nehmen.  In einigen Bundesländern ist es möglich, ihn aufzuteilen. Das geht zum Beispiel in Schleswig-Holstein, Saarland, Hamburg, Bremen, Berlin und Brandenburg.

Im Prinzip ist es dort sogar erlaubt, eintägige Veranstaltungen zu besuchen. Das bedeutet etwa für Berlin bei einem Anspruch von zehn Arbeitstagen Bildungsurlaub in zwei aufeinanderfolgenden Kalenderjahren, dass Arbeitnehmer theoretisch zehn eintägige Fortbildungen besuchen könnten. «Eintägige Veranstaltungen sind jedoch sehr selten», sagt Reinold Mittag hin, Fachanwalt für Arbeitsrecht in Bielefeld. Öfter wird es wohl eine Stückelung beispielsweise in dreimal drei Tage geben.

Regelungen in 12 von 16 Bundesländern

In Nordrhein-Westfalen können Mitarbeiter ihren Bildungsurlaub ebenfalls aufteilen. Wollen sie dort eintägige Veranstaltungen besuchen, müssen diese allerdings inhaltlich zusammenhängen. In Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen, Hessen und Sachsen-Anhalt können Arbeitnehmer den Bildungsurlaub grundsätzlich nicht aufteilen. Nehmen sie dort nur an einer sehr kurzen Bildungsveranstaltung teil, können ihre restlichen Tage mit Ablauf des Jahres unter Umständen verfallen. Regelungen zum Bildungsurlaub gibt es in 12 von 16 Bundesländern. Haben Arbeitnehmer einen Anspruch darauf, werden sie entsprechend von der Arbeit freigestellt. In dieser Zeit können sie zum Beispiel einen Sprachkurs oder einen Computerkurs besuchen. Die Voraussetzungen sind je nach Bundesland unterschiedlich.

>> Lesen Sie auch: Industrie macht Front gegen geplanten Bildungsurlaub

Schlagworte zum Thema:  Betriebliche Weiterbildung, Berufliche Weiterbildung

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