18.02.2013 | Top-Thema Vom Dreher zum Maschinenbauer - Studieren mit Meisterbrief

Vom Kfz-Mechatroniker zum Ingenieur

Kapitel
Die Zahl der Studienanfänger ohne Abitur ist stark gestiegen.
Bild: Haufe Online Redaktion

Vom Kfz-Mechatroniker zum Ingenieur oder vom Friseur zum Philosoph: Beides klingt nach einem ungewöhnlichen Bildungsweg. Möglich aber sind diese Karrieren. Denn wer einen Meisterbrief in der Tasche hat, kann sich an vielen deutschen Hochschulen für jedes angebotene Studienfach bewerben.

Möglich ist das erst seit 2009. Damals beschloss die Kultusministerkonferenz, den Meister mit der allgemeinen Hochschulreife gleichzustellen. Denn das deutsche Bildungssystem sollte durchlässiger werden. Auch die zuvor sehr unterschiedlichen rechtlichen Vorgaben zum Studium ohne Abitur in den einzelnen Bundesländern sollten vereinheitlicht werden. Seitdem hat sich in den Ländern viel getan: Handwerker können sich heute in fast allen Ländern nicht nur an Fachhochschulen, sondern auch an Universitäten einschreiben. Einzige Ausnahmen sind derzeit Brandenburg und Sachsen.

12.000 Studienanfänger ohne Abitur 

Wie viele Meisterstudenten es an den Hochschulen gibt, ist nicht bekannt. Aber die Zahl der Studenten ohne Abitur steigt insgesamt deutlich an. Zwischen 2007 und 2010 hat sich der Anteil der Studienanfänger ohne Hochschulreife an allen Studienanfängern in Deutschland fast verdoppelt. Laut dem Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) stieg er von 1,09 auf 2,08 Prozent. Damit büffeln insgesamt derzeit 12.000 Studienanfänger ohne Abitur oder Fachabitur an deutschen Hochschulen.

Schlagworte zum Thema:  Studium, Duales Studium, Meisterbrief, Handwerk, Hochschule

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