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Fristlose Kündigung bei sexueller Belästigung

Bild: Haufe Online Redaktion

Wer Auszubildende sexuell belästigt, muss mit einer fristlosen Kündigung rechnen. Das gilt zum Beispiel dann, wenn ein Mitarbeiter eine Auszubildende nach der Echtheit ihrer Brüste fragt und sie anschließend unsittlich berührt.

In dem verhandelten Fall hatte ein Mitarbeiter in einem Krankenhaus eine Auszubildende im Frühstücksraum zunächst auf die Echtheit ihrer Brüste angesprochen. Am nächsten Tag nahm er sie in den Arm und berührte sie an der Brust. Als der Arbeitgeber das mitbekam, kündigte er dem Mann fristlos. Der klagte dagegen - ohne Erfolg. Das Gericht entschied, dass die fristlose Kündigung gerechtfertigt ist. Dem Arbeitgeber sei eine Weiterbeschäftigung nicht zumutbar. Im pflegerischen Bereich arbeiteten überwiegend Frauen.

Egal in welchen Bereichen der Kläger eingesetzt werde - er habe immer mit weiblichen Mitarbeitern zu tun. Die Vorinstanz hatte die fristlose Kündigung noch für unwirksam gehalten und eine vorherige Abmahnung gefordert.

Das teilt der Bund-Verlag mit und beruft sich auf eine Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Niedersachsen (Az.: 6 Sa 391/13).

Schlagworte zum Thema:  Arbeitsrecht, Fristlose Kündigung

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