| Urteil

An der Stechuhr getrickst - Kündigung!

Wer bei der Zeiterfassung trickst, riskiert seine Kündigung.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Nach Tricksereien an der Stechuhr hat ein Mitarbeiter einer Großmetzgerei seinen Job verloren - trotz 25-jähriger Betriebszugehörigkeit. Die fristlose Kündigung sei rechtmäßig, entschied das Landesarbeitsgericht in Frankfurt.

Der Familienvater erschlich sich in 1,5 Monaten die Bezahlung von insgesamt 3,5 Stunden Pausenzeit, indem er den Chip der Zeiterfassung mit seiner Geldbörse und der Hand verdeckte. Das Arbeitsgericht als Vorinstanz sowie das Landesarbeitsgericht hielten die fristlose Kündigung wegen Arbeitszeitbetrugs für gerechtfertigt. Laut Landesarbeitsgericht gibt das Gerät bei richtiger Benutzung einen Piepton ab. Ein Versehen des Klägers sei ausgeschlossen, hieß es. Der 46-Jährige habe gewusst, dass das Abdecken erfolgreich gewesen sei. Auch die langjährige Arbeit im Betrieb konnte die Stelle des Mannes nicht retten. Das verlorene Vertrauen des Arbeitgebers wiege schwerer, befand das Arbeitsgericht (AZ. 16 Sa 1299/13)

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Schlagworte zum Thema:  Fristlose Kündigung, Kündigung

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