14.11.2016 | DGB-Umfrage

Mit der Digitalisierung steigt die Arbeitsbelastung

Die Digitalisierung erfasst immer mehr Funktionsbereiche.
Bild: Idey/fotolia

Die Digitalisierung ihrer Arbeitsplätze macht vielen Menschen das Leben schwerer. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) hervor, die in Berlin vorgestellt wurde.

Dabei gaben 46 Prozent der Betroffenen an, dass ihre Arbeitsbelastung durch die Digitalisierung größer geworden sei. Nur 9 Prozent berichteten von einer geringeren Belastung. "Digitalisierung macht unser Leben nicht bunter und vielfältiger", sagte der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann. "Die Art und Weise, wie Technik eingesetzt wird, scheint keinen essenziellen Beitrag zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen beizutragen."

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"Jeder Zweite verspürt sich ohnmächtig dieser Entwicklung ausgesetzt", sagte Hoffmann. Geklagt wurde vor allem darüber, dass das Arbeitsvolumen und das "Multitasking" zugenommen hätten.

Jeder Zweite fühlt sich stärker kontrolliert

Für den sogenannten DGB-Index 2016 waren gut 9.700 Beschäftige befragt worden. 60 Prozent gaben an, ihre Arbeit sei in hohem oder in sehr hohem Maße von der Digitalisierung betroffen - etwa durch elektronische Kommunikation per E-Mail und Smartphone oder durch softwaregesteuerte Arbeitsabläufe. Fast die Hälfte dieser 60-Prozent-Gruppe sagte, dass die Arbeitsbelastung hierdurch zugenommen habe. 54 Prozent erklärten, die zu bewältigende Arbeitsmenge sei größer geworden. 56 Prozent beklagten eine Zunahme der gleichzeitig zu bewältigenden Aufgaben. 46 Prozent der Betroffenen gaben außerdem an, sie fühlten sich durch die Digitalisierung an ihrem Arbeitsplatz stärker kontrolliert.

Schlagworte zum Thema:  Stress, Umfragen, Digitalisierung

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