04.06.2014 | Tarifabschlüsse 2014

So hoch haben die Gewerkschaften gepokert

Bild: Statista ⁄

Auch wenn die Gewerkschaften mit einer Streikdrohung eine mächtige Waffe in der Hand haben, heißt das noch lange nicht, dass sie ihre Forderungen auch durchdrücken können. Oft liegt das Verhandlungsergebnis weit hinter der Forderung zurück - wie weit, zeigt unsere Grafik (zum Vergrößern auf "Bilderserie" klicken).

Tarifverhandlungen sind manchmal zermürbend, vor allem für diejenigen, die durch Streiks betroffen sind, vom eigentlichen Verhandlungsergebnis jedoch nichts haben. Können sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer nicht schnell und einfach einigen, wird sich manch Betroffener fragen. Blickt man auf die Ergebnisse der bisherigen Tarifverhandlungen könnte man den Eindruck erlangen: Ja, das müsste gehen. Die Forderungen der jeweiligen Gewerkschaften unterscheiden sich nämlich deutlich stärker, als die letztlich beschlossenen Verhandlungsergebnisse, wie eine Übersicht des WSI zeigt.

Oft stufenweise Erhöhung

In den meisten Fällen trafen sich Arbeitgeber und Gewerkschaften bei drei Prozent Lohnsteigerung für 2014 – etwaige Einmalzahlungen nicht mit eingerechnet. Gefordert wurden häufig über fünf Prozent. Oft einigte man sich jedoch auf eine stufenweise Erhöhung, die ein weiteres Plus in 2015 vorsieht. Im Bauhauptgewerbe, Süßwarenindustrie, Energie (jeweils 2,6 Prozent), Öffentlichem Dienst (2,4 Prozent) Druckindustrie (1,0 Prozent), sowie bei den Tageszeitungen (1,5 Prozent) und der Telekom (2,1 Prozent) ist dies der Fall.

>> Lesen Sie auch: Sonderzahlungen für Gewerkschafter zulässig

Hier geht's zur Bilderserie "Infografik Tarifabschlüsse 2014"

Schlagworte zum Thema:  Tarifvertrag , Gewerkschaft, Tarifverhandlung

Aktuell

Meistgelesen