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Junge Migranten immer besser integriert

Junge Migranten legen mehr Wert auf gute Bildung.
Bild: Digital Vision

Eine Studie zur Integration junger Migranten in Deutschland listet nach einem "Focus"-Bericht deutliche Fortschritte auf. Nach der Untersuchung des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen seien 14- bis 16-jährige Migranten sprachlich, schulisch und sozial besser integriert als 2007/2008 und zugleich weniger gewaltbereit

Für die Studie wurde demnach eine Umfrage unter bundesweit 45.000 Neuntklässlern von 2007/2008 mit Daten verglichen, die 2013 bei 10.000 Schülern in Niedersachsen erhoben wurden. Das Bundesland repräsentiert den Angaben zufolge mit seinen Sozialdaten den Bundesdurchschnitt und kann deshalb mit diesem verglichen werden.

Mehr Wert auf gute Bildung

Dem Bericht zufolge legen immer mehr Einwanderer-Familien Wert auf gute Schulbildung. So streben mittlerweile 23,4 Prozent der jungen Türken das Abitur an, früher waren es nur 17,5 Prozent, wie es hieß. Demnach stieg auch die Zahl junger Migranten, die sich mit ihren Eltern auf Deutsch unterhalten, mindestens einen deutschen Freund haben, deutsches Fernsehen schauen und deutsche Texte lesen. Zugleich sagte der Institutsdirektor Christian Pfeiffer dem Magazin: "Die Akzeptanz von Gewalt bei den von uns befragten Jugendlichen ist deutlich niedriger als noch vor 10 oder 15 Jahren." Damit bestätige die Studie den Trend der Kriminalstatistik, wonach die polizeilich registrierte Jugendgewalt seit Jahren sinke.

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Schlagworte zum Thema:  Integration, Migranten

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