Viele Väter wünschen sich eine gleiche Aufteilung von beruflichen und familiären Aufgaben. Bild: Haufe Online Redaktion

Unternehmen mit einer familienfreundlichen Arbeits- und Führungskultur können im Gegenzug auf eine hohe Loyalität ihrer Arbeitnehmer bauen. Dies geht aus einer Studie im Auftrag des Bundesfamilienministeriums hervor.

Die Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB), Jutta Allmendinger, erläuterte zu der Studie: "Viele Eltern haben sich vom überholten Konzept einer klaren Arbeitsteilung zwischen Müttern und Vätern verabschiedet." Beide Elternteile wollten im Beruf bleiben, und für ihre finanzielle Unabhängigkeit sorgen. Beide wollten aber auch Verantwortung für die Kinder übernehmen.

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Arbeitsmodelle ohne Karrierenachteile gesucht

Gerade bei den Vätern klafften Wunsch und Wirklichkeit weit auseinander. Während nach der Studie 83 Prozent keine oder höchstens zwei Monate Elternzeit genommen haben, hätte sich mehr als die Hälfte (52 Prozent) mindestens drei Monate Elternzeit gewünscht. 35 Prozent der Mütter und 42 Prozent der Väter wünschen sich eine gleiche Aufteilung von beruflichen und familiären Aufgaben. Eine solche Vereinbarkeit ist laut Studie dann eher möglich, wenn Eltern in Betrieben arbeiten, die Familienfreundlichkeit mit Gleichstellungszielen verbinden und in denen Frauen wie Männer Voll- und Teilzeitmodelle ohne Karrierenachteile flexibel nutzen können. Derzeit arbeiten rund 20 Prozent der Eltern kleiner Kinder in Deutschland in solchen Betrieben. Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) erklärte: "Wir unterstützen Unternehmen bei der Umsetzung mit unserem Netzwerk «Erfolgsfaktor Familie»."

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Schlagworte zum Thema:  Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Unternehmenskultur, Studie

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