18.02.2014 | Studie

Die Mär vom Nutzen des Multitaskings

Die wenigsten Menschen können fehlerfrei zwei Dinge gleichzeitig tun.
Bild: PhotoDisc Inc.

Sie kennen den Witz? Warum macht eine Frau zwei Dinge gleichzeitig? Weil sie es kann. Der Witz ist: Das stimmt nicht, hat eine Studie herausgefunden. Weder Frauen noch Männer können effektiv zwei Dinge gleichzeitig tun.

Ein Projekt bearbeiten und parallel eingehende E-Mails im Blick behalten: Multitasking gehört für viele Beschäftigte zum Alltag. Doch das parallele Bearbeiten mehrerer Aufgaben spart keine Zeit, sondern überfordert Menschen tendenziell. Das zeigt eine Studie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (Baua). Multitasking geht danach häufig mit Qualitätseinbußen einher - außerdem brauchen Beschäftigte länger.

Schneller und weniger Fehler

Forscher hatten 47 Testpersonen im Labor parallel zwei Aufgaben bearbeiten lassen. Sie mussten am Bildschirm Pfeile erkennen und je nach Richtung der Pfeile verschiedene Tasten drücken. Gleichzeitig wurden ihnen Wörter vorgelesen, und die Testpersonen sollten Synonyme erkennen. Dabei zeigte sich, dass die Testpersonen Fehler potenziell schlechter erkannten, wenn sie zwei Aufgaben gleichzeitig bearbeiteten. Außerdem waren sie schneller, wenn sie nur eine Aufgabe erledigten.

Schlagworte zum Thema:  Studie, BAuA, Multitasking

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