20.11.2012 | Studie

Auf Deutschland kommt der Pflegenotstand zu

Auf Deutschland kommt ein Pflegenotstand zu.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Rund eine halbe Million Vollzeit-Pflegekräfte könnten einer Studie zufolge im Jahr 2030 in Deutschland fehlen.

Dies ergab eine Untersuchung der Bertelsmann-Stiftung. In der Studie werden Daten für jeden Kreis und jede kreisfreie Stadt in Deutschland ausgewiesen. Das Statistische Bundesamt geht davon aus, dass die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland bis 2030 um fast die Hälfte auf knapp dreieinhalb Millionen steigen wird - laut der Stiftung wird sie sich in manchen Kommunen sogar verdoppeln. "In vielen Landkreisen wird es zu erheblichen Versorgungsproblemen kommen, wenn heute nichts geschieht", sagt Heinz Rothgang vom Bremer Zentrum für Sozialpolitik, einer der Autoren der Studie.

Unterschiedliche Prognosen für die Bundesländer 

Die Prognosen für die Bundesländer fallen dem Bericht zufolge sehr unterschiedlich aus. So wird für Bremen ein Anstieg der Zahl der Pflegebedürftigen um rund 28 Prozent vorausgesagt, für Brandenburg hingegen um rund 72 Prozent. Für Berlin und Mecklenburg-Vorpommern wird ein Anstieg um 56 Prozent prognostiziert, für Baden-Württemberg, Bayern und Schleswig-Holstein um 54 Prozent. Die übrigen Bundesländer: Sachsen 46 Prozent, Thüringen 46 Prozent, Niedersachsen 45 Prozent, Hessen 43 Prozent, Nordrhein-Westfalen 41 Prozent, Rheinland-Pfalz 41 Prozent, Sachsen-Anhalt 40 Prozent, Saarland 34 Prozent, Hamburg 32 Prozent.

Schlagworte zum Thema:  Familiäre Pflege, Pflege, Häusliche Pflege, Fachkräftemangel, Studie, Mitarbeiter

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