06.03.2012 | Recht & Personal

Startschuss für Elena-Nachfolgeprojekt

Nachdem der Elektronische Entgeltnachweis (Elena)gescheitert ist, soll in einem zwei Jahre laufenden Nachfolgeprojekt geprüft werden, wie die verschiedenen Meldeverfahren vereinfacht werden können. Auch die bestehenden elektronischen Arbeitgebermeldeverfahren sollen umfassend untersucht werden.

Das jetzt gestartete Projekt trägt den Kurztitel „Projekt OMS“. Dahinter verbirgt sich eine zweijährige umfassende Untersuchung der bestehenden elektronischen Meldeverfahren in der Sozialversicherung im Hinblick auf ihre Optimierungspotenziale.

Verbesserungen in Aussicht gestellt

Anlässlich der Kick-off-Veranstaltung fasste die zuständige Staatssekretärin, Dr. Annette Niederfranke, das Ziel des Projektes zusammen: „Mit dem Projekt soll geprüft werden, wie die bestehenden Meldeverfahren verbessert, Wirtschaftlichkeitsreserven erschlossen und möglicherweise neue Verfahren in die Übermittlung integriert werden können.“ Die im Zusammenhang mit der Einstellung des elektronischen Entgeltnachweises (Elena-Verfahren) gewonnenen Erkenntnisse sollen dabei berücksichtigt werden. An dem Projekt sind neben dem GKV-Spitzenverband mehrere Organisationen mit ihren Fachleuten beteiligt.

Parallel läuft ein Projekt der Bundesagentur

Das Projekt OMS des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) wurde am 15. Februars 2012 offiziell gestartet und soll bis Ende 2013 andauern. Damit nimmt sich der Berliner Politikbetrieb reichlich Zeit, um aus den Fehlern der (Elena-) Vergangenheit zu lernen. Das stimmt optimistisch. Doch löst ein weiteres, parallel laufendes Projekt bei Experten und Anwendern erneut Stirnrunzeln aus.

Arbeitsbescheinigungen elektronisch übermitteln

Die Bundesagentur für Arbeit hat nur wenige Tage zuvor das Projekt „BEA - Bescheinigungen elektronisch annehmen“ gestartet. Ziel dieses Vorhabens ist es, Betrieben zu ermöglichen, die Arbeitsbescheinigung auch elektronisch an die Bundesagentur zu übermitteln. Bei Beendigung eines Beschäftigungsverhältnisses muss der Arbeitgeber alle Tatsachen bescheinigen, die für die Entscheidung über den Anspruch auf Arbeitslosengeld oder Übergangsgeld des Arbeitnehmers bedeutsam sein können.

Arbeitsagentur startet Pilotphase im April

Geplant sind für BEA eine Pilotphasevon April 2013 an und der Echtbetrieb von 2014 an. Ausdrücklich soll die Nutzung des Verfahrens freiwillig sein. Genutzt werden sollen für das Projekt die Datenstrukturen aus dem Elena-Verfahren.

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