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SG-Urteil: Unfall beim Skirennen ist kein Arbeitsunfall

Skifahren zählt in der Regel nicht als Arbeit. Daher ist ein Unfall bei einem Skirennen kein Arbeitsunfall - auch dann nicht, wenn es vom Arbeitgeber veranstaltet wurde. Ein Arbeitsunfall liegt nicht vor, denn das Verhalten des Versicherten kann in diesem Fall nicht unmittelbar seiner Arbeit zugerechnet werden. Das entschied das Sozialgericht Augsburg (S 8 U 267/10).

In dem verhandelten Fall hatten die Bezirkskrankenhäuser eines Regierungsbezirks ein Skirennen veranstaltet. Dieses stand allen Mitarbeitern offen. Von insgesamt 3.300 Beschäftigten nahmen aber nur 32 Mitarbeiter und 14 Angehörige teil. Einer der teilnehmenden Mitarbeiter stürzte und erlitt Verletzungen am Brustkorb. Er war der Meinung, es habe sich um einen Arbeitsunfall gehandelt.

Skirennen ist keine arbeitsvertragliche Pflicht

Das sahen die Richter allerdings anders. Ein Arbeitsunfall liege immer dann vor, wenn der Beschäftigte zur Erfüllung einer sich aus dem Arbeitsvertrag ergebenden Verpflichtung gehandelt habe. Dies sei hier aber nicht der Fall. Auch wenn das Skirennen für die Betriebssportgemeinschaft durchgeführt worden sei, liege keine echte Veranstaltung des Betriebssports vor. Eine solche könne versichert sein, vorausgesetzt, dass der Sport keinen Wettkampfcharakter habe.

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