| Seniorenarbeit

Mit 65 muss nicht Schluss sein

Weiterarbeiten im Rentenalter soll einfacher werden.
Bild: Michael Bamberger

Die Große Koalition will arbeitswilligen Senioren, die auch nach Erreichen des Rentenalters weiterarbeiten möchten, den Weg ebnen. Das war bereits im Koalitionsvertrag vereinbart worden.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) plädiert dafür, die Weiterbeschäftigung von Arbeitnehmern nach Erreichen des Rentenalters zu erleichtern. "Tatsächlich gibt es ältere Menschen, die gerne länger in ihren Berufen arbeiten wollen, die Freude daran haben, ihre Erfahrung noch länger einzubringen", sagte Merkel der "Rheinischen Post". "Deshalb wollen wir in der Koalition auch darüber sprechen, wie wir dem Wunsch derjenigen, die freiwillig über das gesetzliche Renteneintrittsalter hinaus erwerbstätig sein wollen, besser entsprechen können."

Hürden für Weiterbeschäftigung beseitigen

Das Vorhaben ist im Koalitionsvertrag enthalten. Eine Sprecherin des SPD-geführten Bundesarbeitsministeriums sagte unter Hinweis darauf: "Wir wollen den gleitenden Übergang vom Erwerbsleben in den Ruhestand verbessern." Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) hatte jedoch klargemacht, dass sie dafür noch etwas Zeit braucht, das Thema aber noch in diesem Jahr anpacken will.  Mitte März hatten Arbeitsmarkt- und Wirtschaftspolitiker der Unions-Bundestagsfraktion erstmals Vorschläge vorgelegt, "die bestehenden Hürden für eine Weiterbeschäftigung im Rentenalter zu beseitigen". Dazu sollen die Arbeitgeber von Pflichtbeiträgen zur Arbeitslosen- und Rentenversicherung für die Betroffenen freigestellt werden. Dies wird aber von der SPD abgelehnt.

Gut gefüllte Rentenkassen

Merkel verteidigte das Rentenpaket der Bundesregierung. Deutschland habe über viele Jahre eine Politik gemacht, durch die die Zahl der Arbeitsplätze gestiegen und die Lohnzusatzkosten gesunken seien. In all diesen Jahren hätten die Arbeitnehmer Lohnzurückhaltung geübt. "Jetzt haben wir auch dank dieser Anstrengungen eine wirtschaftlich erfreuliche Lage und gut gefüllte Rentenkassen." In dieser Situation halte sie das Rentenpaket für verantwortbar, zumal die verbesserte Mütterrente für ältere Frauen die Rentenversicherung nicht dauerhaft belasten werde.

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