07.04.2014 | Arbeitsmarkt

Regierung legt Programm gegen Langzeitarbeitslosigkeit auf

Langzeitarbeitslose sollen eine Perspektive bekommen.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Mit Lohnkostenzuschüssen will die Bundesregierung die Betriebe animieren, Langzeitarbeitslose einzustellen. Finanziert werden soll das neue Programm mit 470 Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds und Mittel aus dem Eingliederungsbudget der Jobcenter.

Mit einem neuen Programm gegen Langzeitarbeitslosigkeit will die Bundesregierung vom kommenden Jahr an 30.000 Hartz-IV-Empfängern zu einem Job verhelfen. Das geht nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" aus einer Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage der Grünen hervor.

18 Monate Förderdauer

Das Programm sei für langzeitarbeitslose Hartz-IV-Empfänger vorgesehen, die ohne oder ohne geeigneten Berufsabschluss sind. Die Förderdauer solle 18 Monate betragen.  Bei dem neuen Programm handele es sich um eine Weiterentwicklung des Modellprojekts "Perspektive in Betrieben", schreibt die Zeitung. Dabei sollen Mitarbeiter der Bundesanstalt für Arbeit Betriebe dazu animieren, Langzeitarbeitslose einzustellen. Anders als in dem Modellprojekt, das sich an Arbeitslose richtet, die seit fünf Jahren einen Job suchen, sei das neue Programm für Menschen gedacht, die seit zwei Jahren auf Jobsuche sind.

Lohnkostenzuschüsse für Arbeitgeber

Finanziert werden soll das neue Programm mit 470 Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds, schreibt die Zeitung. Hinzu kämen Mittel aus dem Eingliederungsbudget der Jobcenter. Den Arbeitgebern, die Langzeitarbeitslose einstellen, sollen Lohnkostenzuschüsse gezahlt werden. Die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Grünen, Brigitte Pothmer, die die Anfrage gestellt hatte, kritisierte das Vorhaben als Tropfen auf den heißen Stein. "Das Programm reicht weder zahlenmäßig, noch ist es auf Dauer angelegt", sagte sie der Zeitung.

>> Lesen Sie auch: Der Jobaufschwung kommt

 

Schlagworte zum Thema:  Förderprogramm, Bundesagentur für Arbeit, Langzeitarbeitslosigkeit

Aktuell

Meistgelesen