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Leitfaden zum Stressabbau

Stress ist immer häufiger Grund für Krankmeldungen. Ein neuer Leitfaden des Arbeitsministeriums hilft Unternehmen.
Bild: Haufe Online Redaktion

Die Entwicklung verlangt nach Lösungen: Elf Prozent der Arbeitsunfähigkeitszeiten sind durch Stress verursacht. Ebenso 30 Prozent der Frühverrentungen. Was man als Führungskraft dagegen tun kann, steht jetzt in einem Sammelordner des Ministeriums für Arbeit und Soziales.

Vorgesetzte wissen oft sehr genau, was Stress bedeutet. Doch Stress ist nicht gleich Stress. Jeder empfindet ihn anders und an jedem Arbeitsplatz gibt es andere Stressquellen. Da muss man genau hinschauen und hinhören. Nur so kann man die Ursachen und den Umfang der krankmachenden Belastungen erkennen.

Beispiele aus der Praxis

Die 160-seitige Broschüre macht neugierig. Sie bietet neben Daten und Fakten zum Thema auch verschiedene Tests. Jedes Kapitel hat zudem Beispiele aus der Praxis. Dort werden Stresssituationen und vor allem auch Lösungen vorgestellt.

Schon beim Durchblättern bleibt man an den praktischen Tipps hängen, die es in jedem Kapitel gibt. So kann man den Leitfaden gezielt zur Hand nehmen, um in konkreten Situationen Anregung zu erhalten. Zum Inhalt gehören unter anderem die Schwerpunkte

  • Zusammenarbeit von jungen und älteren Mitarbeitern
  • Worl-Life-Balance – zwischen Familie und Beruf
  • Arbeitsverdichtung oder
  • emotionale Überforderung

Tipps und Lösungen gegen Stress

Man kann sich aber auch einfach die Tipps und Lösungen gegen Stress bei der Arbeit durchlesen. In jedem Kapitel gibt es davon 10 für die Führungskräfte und 10 fürs Unternehmen. Hier eine kleine Auswahl:

  • Anerkennung aussprechen: „Danke, dass Sie sich darum gekümmert haben“, „Schön, dass Sie das so schnell erledigt haben“.
  • Achtsam sein: Jede Altersgruppe fühlt sich unter unterschiedlichen Bedingungen wohl. Zeitdruck, Störungen und Lärm stressen Ältere öfter als Jüngere.
  • Mitdenken: Besprechungstermine so legen, dass auch Mitarbeiter mit Familienpflichten daran teilnehmen können.
  • Ruhe gönnen: Nach Feierabend keine E-Mails mehr mit Arbeitsaufträgen verschicken.
  • Miteinander pflegen: Informellen Austausch etwa an der Kaffeemaschine zulassen und hin und wieder regelmäßig etwas gemeinsam unternehmen.
  • Überschaubare Ziele: Schnell umzusetzende und kurzfristige Ziele wirken motivierend.
  • Zusammen entspannen: Mit dem Team Entspannungstechnik erlernen und in den Arbeitsalltag integrieren.
  • Positiv verstärken: Außer der To-Do-Liste auch täglich eine Hat-gut-geklappt-Liste führen.

Weitere Informationen lesen Sie im Leitfaden „Kein Stress mit dem Stress – Lösungen und Tipps für Führungskräfte und Unternehmen“ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.

Schlagworte zum Thema:  Arbeitsunfähigkeit, Personalführung, Mitarbeiter

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