18.05.2012 | Personalberater

Vermittlungsgeschäft legt deutlich zu

Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Die Zahl der Positionen bei Fach- und Führungskräften, die durch die Unterstützung von Personalberatern in der deutschen Wirtschaft, Industrie oder Verwaltung besetzt werden konnten, ist im Jahr 2011 auf rund 48.800 gestiegen (2010: 44.700).

Besonders gefragt sind Marketing- und Vertriebsexperten sowie Ingenieure. Dies geht aus der Marktstudie „Personalberatung in Deutschland 2011/2012“ hervor, die der Bundesverband Deutscher Unternehmensberater (BDU) beim Deutschen Personalberatertag 2012 in Königswinter vorstellte.

Der Studie zufolge hat die Personalberaterbranche in Deutschland hat ihren Gesamtumsatz um 14,8 Prozent auf 1,49 Milliarden Euro und damit auf das Niveau des Vor-Krisenjahres 2008 steigern können (2010: 1,30 Milliarden Euro). Für das laufende Jahr ist die Branche zuversichtlich. Allerdings wird sich nach Einschätzung der Personalberater das Personalkarussell verlangsamen. Erwartet wird für 2012 ein Umsatzplus von 8,2 Prozent.

Im Rahmen einer Trendbefragung gaben 87 Prozent der befragten Personalberater an, dass der Mangel an Fach- und Führungskräften bereits in den nächsten Jahren zur Wachstumsbremse für viele Firmen wird. Michael Heidelberger, Vorsitzender des BDU-Fachverbandes Personalberatung: „Wir spüren bereits jetzt, dass manche Such- und Auswahlprojekte je nach Positionsanforderung oder Branchenspezifika länger dauern und aufwendiger sind. Die demografische Entwicklung zeigt zunehmend ihre Wirkung. Aber immer noch sind die wenigsten Unternehmen, gerade im Mittelstand, hierauf vorbereitet.“

Sehr begehrt waren 2011 bei den Unternehmen ausgewiesene Marketing- und Vertriebsexperten sowie Fach- und Führungskräfte – dabei viele Ingenieure – für Positionen in Forschung und Entwicklung. Eine besonders starke Klientennachfrage ging unter anderem von den Finanzdienstleistern sowie dem Verarbeitenden Gewerbe aus. Für das Jahr 2012 erwarten die Personalberater zusätzliche Wachstumsimpulse für ihre Dienstleistungen aus dem Fahrzeugbau (plus 10,3 Prozent) und der Konsumgüterindustrie (plus 10,1 Prozent).


Schlagworte zum Thema:  Fachkräftemangel, Personal, Personalauswahl, Mitarbeiter

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