26.05.2011 | Recht & Personal

Personalauswahl: Führungskräfte suchen ihren perfekten Klon

Manager suchen bei der Beförderung von Mitarbeitern nach ähnlichen Merkmalen wie bei sich selbst und vergeben damit wirtschaftliche Chancen in ihren Unternehmen; das hat eine aktuelle Roland Berger Studie herausgefunden.

"Viele Führungskräfte suchen - bewusst oder unbewusst - nicht unbedingt den besten Bewerber aus, sondern jemanden, der ihnen ähnlich ist", sagte Carolin Griese-Michels, Expertin bei der Unternehmensberatung Roland Berger, der "Welt am Sonntag". Im Fachjargon heiße dies "Self-Cloning" (Selbstklonen).

Mangelnde Vielfalt kostet den Unternehmen Milliarden

Nicht selten haben dann zum Beispiel Frauen und Bewerber mit ausländischen Wurzeln das Nachsehen. Roland Berger geht in der Studie, für die 40 international tätige deutsche Konzerne befragt wurden, davon aus, dass den Unternehmen deshalb Kosten von 21 Milliarden Euro pro Jahr entstehen. Ein Grund dafür sei, dass die Suche und Einarbeitung der Mitarbeiter, die sie tatsächlich einstellen oder befördern, teurer und aufwendiger ist als eigentlich nötig.

Diversity zahlt sich aus

"Vielfalt lohnt sich. Sie steigert den Gewinn von Unternehmen und ist die richtige Antwort auf den drohenden Fachkräftemangel", betonte Griese-Michels in der Zeitung.

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