| Neue Regeln

Arbeitsschutz in Absurdistan

Müssen Erste-Hilfe-Räume ein Fenster haben?
Bild: Haufe Online Redaktion

Deutschlands Arbeitgeber wehren sich gegen neue Regeln zum Arbeitsschutz - und zählen reihenweise Bestimmungen auf, die sie für völlig absurd und weltfremd halten. "Man glaubt, in Absurdistan zu sein", sagte Arbeitgeber-Präsident Ingo Kramer in Berlin.

So sieht ein Verordnungsentwurf des Bundesarbeitsministeriums vor, dass selbst Erste-Hilfe-Räume "ausreichend Tageslicht" erhalten müssen. Der Bundesrat stimmte der Verordnung im Dezember bereits zu. Er forderte in einem Beschluss aber Änderungen: Die Pflicht zu unnötigen Sichtverbindungen nach draußen zwinge bei Erste-Hilfe-Räumen auch kleine und mittlere Unternehmen zu teuren Umbauten. Kramer stört sich auch an anderen Regelungen: "Kann die Politik wirklich wollen, dass Arbeitgeber demnächst auch Telearbeitsplätze beim Arbeitnehmer zu Hause überprüfen? Dass die Arbeitgeber prüfen müssen, ob am Telearbeitsplatz die Sonne blendet, ob die Beleuchtung mindestens 500 Lux beträgt?" Nach Berücksichtigung der Forderungen der Länderkammer kann die Bundesregierung die Verordnung in Kraft setzen. Kramer forderte sie hingegen auf, das Regelwerk im letzten Moment noch zu stoppen. Für ihn sei alles andere ein reiner Schildbürgerstreich.

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