Aus dem internationalen Vergleich gehen Deutsche und Briten als besonders umzugsfaul hervor. Bild: Manpower Group Deutschland GmbH

Wie viele Arbeitnehmer für ihren Job und ihre Karriere umziehen würden, hat ein Personaldienstleister in einer internationalen Studie untersucht – mit wenig schmeichelhaftem Ergebnis für die hiesigen Arbeitnehmer: Demnach gehören die Deutschen weltweit zu den am wenigsten mobilen Mitarbeitern.

Viele Deutsche Arbeitnehmer sind nicht bereit, wegen der Arbeit umzuziehen: Nur etwas mehr als jeder Vierte (27 Prozent) kann sich überhaupt vorstellen, aus Karrieregründen die Stadt zu wechseln. Und nur jeder Sechste (17 Prozent) ist bereit, für den Job in ein neues Land zu ziehen. 38 Prozent der Befragten zwischen Flensburg und Füssen schließen es sogar kategorisch aus, für den Arbeitgeber umzuziehen.

Dies sind Ergebnisse einer internationalen Befragung des Personaldienstleister Manpower Group Solutions unter rund 14.000 Arbeitnehmern.

Mitarbeitermobilität: in USA, Schweden und China sehr hoch

Weltweit gehören die Deutschen damit zu den am wenigsten mobilen Arbeitnehmern. Rund um die Welt würden 71 Prozent der Befragten einen Umzug für eine Jobchance in Erwägung ziehen. In den Vereinigten Staaten schließen nur 31 Prozent der Befragten einen berufsbedingten Umzug aus, in Schweden sind es 32 Prozent und in China 34 Prozent. Auch die Spanier sind sehr umzugsbereit: Für eine Karrierechance würden 79 Prozent eine Ortsveränderung in Kauf nehmen. Für den Beruf in eine neue Stadt ziehen würden 30 Prozent der Befragten in den Vereinigten Staaten, 38 Prozent der Befragten in Spanien und 26 Prozent in Schweden.

In Europa sind die Briten am zurückhaltendsten, wenn es um berufsbedingte Umzüge geht: Nur 23 Prozent können sich vorstellen, die Stadt zu wechseln, 42 Prozent schließen dies kategorisch aus und nehmen lieber - wie beispielsweise in der Metropolregion London - weite Arbeitswege in Kauf.

Schlagworte zum Thema:  Mobilität, Mitarbeitermotivation, Mitarbeiterzufriedenheit

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