| MINT-Frühjahrsreport

Fachkräftelücke klafft immer weiter auseinander

Bild: Haufe Online Redaktion

Den Unternehmen fehlen so viele Fachkräfte in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT-Bereich) wie noch nie. Die MINT-Fachkräftelücke hat im April mit 209.700 Personen einen neuen Höchststand erreicht, wie aus dem MINT-Frühjahrsreport hervorgeht.

Der MINT-Report wird halbjährlich vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln erstellt. Die Studie entsteht im Auftrag der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, des Bundesverbands der Deutschen Industrie, des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall und der Initiative „MINT Zukunft schaffen“. 

Der Prognose zufolge wird die Lücke wegen neuer Arbeitsplätze im MINT-Bereich und der demografischen Entwicklung weiter zunehmen. Anlass zur Sorge gebe die hohe Abbrecherquote in den MINT-Studiengängen, vor allem an den Universitäten. Offenbar gelinge den Hochschulen nicht, Studierende so zu betreuen, dass ein Großteil auch erfolgreich abschließt. Positives Signal sei, dass erstmals die absolute Zahl der Studienanfänger und Absolventen im MINT-Bereich deutlich steige. 

„Endlich studieren wieder mehr junge Erwachsene ein MINT-Fach“, erklärte Thomas Sattelberger, Vorsitzender der Initiative „MINT Zukunft schaffen“. Die Hochschulen müssten jetzt die inakzeptabel hohen Abbrecherquoten durch bessere Betreuung und mehr Praxisorientierung erfolgreich senken. MINT-Berufe sind aus seiner Sicht sehr attraktiv. Die Karriere- und Einkommensperspektiven seien deutlich besser als in anderen Bereichen.

Schlagworte zum Thema:  MINT-Branchen, MINT-Report, Fachkräftemangel, Mitarbeiter

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