23.11.2011 | Recht & Personal

Minijobs werden teurer

Die Minijob-Zentrale muss vom 1. Januar 2012 an den Umlagesatz von 0,6 Prozent auf 0,7 Prozent anheben. Damit wird die Beschäftigung von Aushilfen für Unternehmen geringfügig teurer.

Die Umlage U1 der Minijob-Zentrale sieht eine Erstattung der Arbeitgeberaufwendungen bei Krankheit von 80 Prozent vor. Die Höhe des Beitragssatzes wird auf Basis der Finanzlage kalkuliert. Und das bedeutet, dass eine steigende Inanspruchnahme der Umlagekasse aufgrund steigender Erstattungsanträge von Arbeitgebern zu höheren Ausgaben führt, die über höhere Beiträge finanziert werden müssen.

Die Lohnnebenkosten für Aushilfen steigen im kommenden Jahr auch in einem anderen Bereich der Sozialversicherung. Denn die bei den geringfügig Beschäftigten ebenfalls fällige Insolvenzgeldumlage schlägt im kommenden Jahr mit 0,4 Prozent (bisher Null Prozent) zu Buche. Zusammen mit der Anhebung der Umlagebeiträge entsteht so eine Mehrbelastung von insgesamt 0,5 Prozentpunkten.

Die Minijob-Zentrale bei der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See führt das Ausgleichsverfahren zur Erstattung der Arbeitgeberaufwendungen bei Entgeltfortzahlung (U1) bundeseinheitlich für alle geringfügig Beschäftigten durch. Das gilt unabhängig davon, bei welcher Krankenkasse der Beschäftigte tatsächlich krankenversichert ist.

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