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Mehr Frauen in deutschen Chefetagen

Frauen steigen in Deutschland zunehmend in die Chefetage auf. Dennoch sind vor allem in größeren Unternehmen weibliche Führungskräfte nach wie vor Mangelware, belegt das Statistische Bundesamt.

Zwar sind knapp 28 Prozent Frauenanteil an allen Führungspositionen privater Firmen ein neuer Rekord für das Jahr 2010. Wirft man jedoch einen Blick auf die Besetzung von Spitzenpositionen in der Wirtschaft, sind Managerinnen weiter klar unterrepräsentiert: Ihr Anteil in den Top-Führungsebenen größerer Betriebe mit 50 und mehr Beschäftigen liegt bei knapp 17 Prozent - nur etwa jeder Sechste ist dort also weiblich.

Werden in diesen größeren Betrieben auch die Positionen der zweiten Führungsebene mit eingerechnet, erreicht der Frauenanteil rund 23 Prozent. Bei den kleineren Betrieben mit weniger als 50 Mitarbeitern ist immerhin schon jede dritte Führungskraft weiblich (35 Prozent).

Die Statistiker errechneten zudem, dass der Frauenanteil in Führungspositionen seit 1996 um rund sechs Prozentpunkte stieg. Fast jeder zweite Beschäftigte ist in Deutschland derzeit weiblich (knapp 46 Prozent). Sollten die sechs Prozentpunkte Zuwachs seit 1996 also der Maßstab für das Aufholtempo der Frauen sein, gäbe es erst etwa im Jahr 2060 eine  rechnerische Gleichberechtigung.

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