| Kosten vermeiden

Lebensmittelhandwerk wehrt sich gegen drohende Gebühr

Bild: Haufe Online Redaktion

Die Lebensmittelbetriebe in Deutschland wollen sich nicht an den Kosten für die amtlichen Routinekontrollen in den Betrieben beteiligen. Der Verband des deutschen Lebensmittelhandwerks wehrt sich gegen die drohende Gebührenpflicht.

 In der Europäischen Union sowie in einigen deutschen Bundesländern gebe es Bestrebungen für die Einführung einer Gebührenpflicht, sagte der Präsident des Deutschen Fleischer-Verbandes und Sprecher des deutschen Lebensmittelhandwerks, Heinz-Werner Süss, am Donnerstag bei der Handwerksmesse in München. "Dagegen wehren wir uns als Vertreter des Lebensmittelhandwerks auf das Schärfste."
Bislang müssten sich die Betriebe nur an den Kosten für Nachprüfungen beteiligen, wenn es zu Missständen gekommen war. "Diese Nachkontrollen sind bereits gebührenpflichtig und das ist auch in Ordnung", so Süss.

Die ganz normale Lebensmittelüberwachung müsse hingegen eine originäre Aufgabe des Staates bleiben und dürfe nicht auf die Betriebe abgewälzt werden.
Nach mehreren Lebensmittelskandalen in Deutschland - beispielsweise mit falsch deklariertem Pferdefleisch - war der Ruf nach einer besseren Aufsicht laut geworden. Die Beteiligung der Lebensmittelbetriebe an den Kosten für die Kontrollen wurde als ein möglicher Weg der Finanzierung diskutiert. 

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