08.09.2010 | Recht & Personal

Knigge im Beruf: Verbalattacken überlegen kontern

Auf unfaire Kritik von Kollegen gehen Mitarbeiter am besten gar nicht erst ein. Denn wer sich auf Verbalgefechte einlässt, gibt dem anderen unnötig viel Raum für seine Anfeindungen. Besser sei es, solche Attacken ins Leere laufen zu lassen, rät Agnes Anna Jarosch vom Deutschen Knigge-Rat in Bonn.

Es sei wie im Stierkampf, meint Jarosch: Einem wild gewordenen Tier stellt man sich besser nicht in den Weg. Weicht man ihm dagegen geschickt aus, verpufft der Angriff im Nichts.

Arbeitnehmer könnten dem Gegenüber auch den Wind aus den Segeln nehmen, indem sie sich für die Kritik bedanken. Sie könnten etwa sagen: "Herzlichen Dank für Ihre Anmerkungen, Herr Müller." Macht der Kollege die eigenen Vorschläge ohne sachliche Argumente nieder, sei ein passender Konter: "Ich bin gespannt auf Ihre Verbesserungsvorschläge." Alternativ biete es sich an, den anderen auf eine anschließende Diskussionsrunde zu verweisen und ihm zu sagen: "Bitte notieren Sie sich Ihre Punkte für später." Häufig sei die Wut des anderen bis dahin verraucht.

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