| Urteil

Sonn- und Feiertagszuschläge dürfen nicht gepfändet werden

Sonn- und Feiertagszuschläge sind nicht pfändbar.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Schichtzulagen sowie Zuschläge für Sonn- und Feiertagsarbeit sind unpfändbar. Bei einem Insolvenzverfahren darf der Insolvenzverwalter nicht darauf zugreifen. Darauf weist der Deutsche Anwaltsverein hin. Er bezieht sich auf ein Urteil des Landesarbeitsgerichts Berlin-Brandenburg (Az.: 3 Sa 1335/14).

In dem verhandelten Fall hatte ein Mann bei einem Landkreis in Wechselschicht gearbeitet. Dazu gehörten Nachtschichten, aber auch Sonn- und Feiertagsarbeit. Nachdem er Privatinsolvenz angemeldet hatte, trat er seine Einkünfte oberhalb der Pfändungsfreigrenze an eine Treuhänderin ab. Ihr wurden auch seine Zuschläge ausbezahlt. Dagegen wehrte sich der Mann. Mit Erfolg. Zuschläge für Wechselschicht sowie für Tätigkeiten zu ungünstigen Zeiten sind Erschwerniszuschläge. Sie seien generell unpfändbar. Der Mann habe Anspruch auf die Auszahlung, entschied das Gericht.

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Schlagworte zum Thema:  Feiertagszuschlag, Urteil, Sonntagszuschlag

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