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Keine Kündigung für Schwangere in der Probezeit

Wenn eine Frau einen neuen Job antritt und während der vertraglich festgeschriebenen Probezeit schwanger wird, so schützt sie das Gesetz vor einer Kündigung.

"Während der Schwangerschaft greift der Mutterschutz, auch wenn die Arbeitnehmerin noch in der Probephase ist", erklärte Katrin Haußmann, Fachanwältin für Arbeitsrecht in Stuttgart, dem dpa-Themendienst. Kündigungen durch den Arbeitgeber seien während der Schwangerschaft bis zum Ablauf von 4 Monaten nach der Entbindung generell unwirksam.

Schwangerschaft verkürzt faktisch Probezeit

Die Probezeit - die in der Regel 3 bis 6 Monate dauert - kann durch eine Schwangerschaft also faktisch verkürzt werden. Somit kann Arbeitnehmerinnen, die schwanger geworden sind, nicht mehr ohne Grund gekündigt werden. "Der eigentliche Erprobungszweck der Probezeit fällt damit weg", sagt Haußmann.

Das Mutterschutzgesetz gilt für alle Arbeitnehmerinnen - auch für Auszubildende oder geringfügig Beschäftigte. Frauen haben allerdings die Pflicht, ihren Arbeitgeber über eine festgestellte Schwangerschaft zu informieren - und zwar möglichst unverzüglich.

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