28.06.2013 | Kaum Missbrauch

Arbeitslosengeld für Selbstständige erfolgreich

Die freiwillige Arbeitslosenversicherung für Selbstständige springt ein, wenn es mit Aufträgen klemmt.
Bild: Haufe Online Redaktion

Die im Jahr 2006 eingeführte freiwillige Arbeitslosenversicherung für Selbstständige ist Arbeitsmarktforschern zufolge bislang kaum missbräuchlich genutzt worden.

In einem Untersuchungszeitraum von drei Jahren hätten lediglich sechs Prozent der Befragten Arbeitslosengeld bezogen - und wenn, dann meist nur für relativ kurze Zeit, teilte das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg mit. In zwei Dritteln der Fälle seien die Betroffenen nicht länger als sechs Monate auf Arbeitslosengeld angewiesen gewesen, nur fünf Prozent hätten sich länger als ein Jahr arbeitslos gemeldet. Bei der Einführung der Regelung hatten Kritiker befürchtet, Selbstständige könnten sich schon nach kurzer Versicherungszeit auf Kosten der Beitragszahler eine längere Auszeit gönnen.

Viele verabschieden sich im dritten Jahr 

Mit 44 Prozent sei allerdings der Anteil der versicherten Selbstständigen relativ groß, die nach einiger Zeit die Arbeitslosenversicherung wieder verließen. Viele hätten bei der Befragung angegeben, ihnen sei der vom dritten Jahr an zu zahlende Monatsbeitrag von 80,86 Euro im Westen und 68,26 Euro im Osten zu hoch. In den ersten beiden Jahren kassiert die Bundesagentur für Arbeit (BA) zunächst nur die Hälfte dieser Summe.

 

Schlagworte zum Thema:  Arbeitslosenversicherung, Freiwillige Arbeitslosenversicherung, Missbrauch, Arbeitslosengeld, Selbständigkeit

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