Das Homeoffice soll die Vereinbarkeit von Arbeit und Familie verbessern. Bild: Haufe Online Redaktion

Junge Unternehmer haben vor überzogenen gesetzlichen Vorgaben für sogenannte Home-Office-Arbeitsplätze gewarnt. Die Politik dürfe das Engagement der Firmen, Beschäftigten flexible Modelle mit der Möglichkeit der Arbeit von zu Hause anzubieten, nicht kaputt regulieren, sagte der Vorsitzende des Verbandes Die jungen Unternehmer, Hubertus Porschen.

Wenn Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) Ende November das Weißbuch zur "Arbeit 4.0" vorstelle, sollte sie der digitalen Arbeitswelt Rechnung tragen: "Eine staatliche Verordnung zum Homeoffice-Angebot, wie einst aus der Politik gefordert, ist so überflüssig wie ein Kropf." Porschen verwies auf eine Umfrage der Verbände Die Familienunternehmer und Die jungen Unternehmer, wonach mehr als 40 Prozent der Mitgliedsfirmen ihren Mitarbeitern das Homeoffice anbieten. 84 Prozent der befragten Familienunternehmer wollten damit eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf erreichen. Knapp 60 Prozent hätten angegeben, dass sie damit auch zur Motivation und Eigenverantwortung beitragen wollten. Bei 64 Prozent der Firmen, die kein Homeoffice anbieten, ließen dies die Betriebsabläufe nicht zu. Bei 28 Prozent werde diese Arbeitsform nicht nachgefragt.

Warnung vor bürokratischem Aufwand

Mit Blick auf «Home Office»-Angebote sagte Porschen: "Wo die Betriebsabläufe dies nicht zulassen, wird eine Verordnung auch keine Änderung bringen." Kontrollen des Homeoffice-Arbeitsplatzes, ob die Lichtstärke stimme oder der Bürostuhl richtig eingestellt sei, bedeuteten hohen bürokratischen Aufwand. Im Zeitalter des mobilen Arbeitens erübrige sich die Kontrolle in Gänze. Der Begriff der Telearbeit, der noch von einem streng reguliertem "Heimarbeitsplatz" ausgehe, sei überholt: "Heute ist die Arbeit überall dort möglich, wo es der Arbeitnehmer möchte und das Internet schnell genug ist."

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Schlagworte zum Thema:  Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Homeoffice

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