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Jetzt sind auch duale Hochschüler gesetzlich versichert

Seit dem 1. Januar 2012 werden alle Nachwuchskräfte, die ihre Ausbildung im Rahmen eines Studiums an einer Dualen Hochschule absolvieren, sozialversicherungsrechtlich wie alle Auszubildenden behandelt werden. Sie sind damit versicherungspflichtig in der gesetzlichen Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung. Da es keine Übergangsfrist für Studierenden gibt, müssen die Arbeitgeber zum Jahreswechsel eine Änderungsmeldung vornehmen.

Die Versicherungspflicht gilt während der gesamten Dauer des Studienganges. Sie besteht sowohl während der Praxisphasen als auch während der Studienphasen. Vielfach wird in diesen Tagen bei den Krankenkassen nach einer Befreiung von der Versicherungspflicht gefragt - diese ist vom Gesetzgeber jedoch nicht vorgesehen und daher nicht möglich.

Eine Übergangsregelung für Studierende, die mit dem Studium bereits vor dem Jahreswechsel 2011/2012 begonnen haben, wurde nicht geschaffen. Das bedeutet, dass alle Dualstudierenden zum 1. Januar 2012 bei ihrer Krankenkasse wie versicherungspflichtige Arbeitnehmer, grundsätzlich mit der Beitragsgruppe 1111, anzumelden sind. Für die Zeit bis zum 31.12.2011 bleibt es bei der früheren versicherungsrechtlichen Beurteilung.

Für die Beitragsberechnung ist das tatsächlich gezahlte Entgelt maßgebend. Dabei ist es gleichgültig, ob der Studierende einen Rechtsanspruch auf diese Einnahmen hat, in welcher Form sie gewährt werden,  ob sie beispielsweise als Studienbeihilfe oder Stipendium bezeichnet werden. Die Versicherungspflicht gilt nach ausdrücklicher Erklärung des Bundesgesundheitsministeriums für alle Formen von dualen Studiengängen. Während die ausbildungsintegrierten Studiengänge auch bisher schon versicherungspflichtig waren, sind nun auch die Teilnehmer an berufsintegrierten und berufsbegleitenden dualen Studiengängen als zur Berufsausbildung Beschäftigte versicherungspflichtig.

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