Die Grafik zeigt den unbereinigten Gender-Pay-Gap in ausgewählten Mitgliedsstaaten der EU. Bild: Statista ⁄

  Frauen verdienen weniger als Männer. Europaweit liegt der so genannte Gender Pay Gap, also der Anteil des durchschnittlichen Bruttolohns der Männer, den Frauen für ihre Arbeit weniger erhalten, bei 16 Prozent. Deutschland liegt weit darüber, wie die Grafik von Statista zeigt (zum Vergrößern auf "Infografik" klicken).

Spitzenreiter in dem aktuellen Vergleich von Eurostat, dem die Daten von 2015 zugrunde liegen, ist mit 27 Prozent allerdings Estland, gefolgt von Tschechien mit 23 Prozent. In Italien liegt der Verdienstunterschied bei lediglich sechs Prozent. Deutschland konnte sich in der Zwischenzeit zumindest um einen Prozentpunkt auf 21 Prozent im Jahr 2016 verbessern.

Auch nach bereinigten Zahlen verdienen Frauen weniger

Der unbereinigte Gender Pay Gap berücksichtigt allerdings keine strukturellen Unterschiede wie Teilzeitarbeit, die Position im Unternehmen oder unterschiedliche Branchen. Er zeigt aber, dass Männer und Frauen nicht im selben Maße am Berufsleben partizipieren und Frauen generell weniger Geld zur Verfügung steht. Das liegt zum einen daran, dass Frauen häufiger unbezahlte Sorge- und Hausarbeit leisten und Jobs mit hohem Frauenanteil häufig generell schlechter bezahlt werden. Doch auch wenn all diese Aspekte heraus gerechnet werden, verdienten Frauen 2014 laut bereinigtem Gender Pay Gap des Statistischen Bundesamtes sechs Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen in gleicher Position.

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Schlagworte zum Thema:  Gender, Entgelt, Frauen

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