| Inflation

Reallöhne niedriger als im Jahr 2000

Arbeitnehmer hatten 2012 weniger im Geldbeutel als im Jahr 2000.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Die Arbeitnehmer in Deutschland haben nach Berechnungen des WSI real heute im Schnitt 1,8 Prozent weniger in der Lohntüte als im Jahr 2000.

Einkommen aus Unternehmensgewinnen und Vermögen hätten in diesem Zeitraum die Arbeitseinkommen klar hinter sich gelassen, teilte das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut-Tarifarchiv der Hans-Böckler-Stiftung mit. Diese erhöhten sich trotz Wirtschaftskrise zwischen 2000 und 2012 nominal um 50 Prozent, während die nominalen Arbeitnehmerentgelte nur um 24 Prozent wuchsen. Preisbereinigt hätte der Lohnanstieg der vergangenen drei Jahren die erheblichen Verluste in den Jahren zuvor noch nicht ausgleichen können, hieß es. Aber der Rückstand sei kleiner geworden. 2009 hätten die realen Bruttolöhne noch um 4,6 Prozent niedriger gelegen als im Jahr 2000.

Lohnzuwächse über Inflationsrate 

Vor wenigen Tagen hatte das Statistische Bundesamt mitgeteilt, dass nach ersten vorläufigen Berechnungen die Bruttolohnzuwächse im vergangenen Jahr um 0,6 Punkte über der Inflationsrate von 2,0 Prozente gelegen hätten. Damit lag der Lohnzuwachs zum dritten Mal in Folge über der durchschnittlichen Preissteigerungsrate. Für das laufende Jahr haben die führenden Forschungsinstitute mit einem Plus von rund drei Prozent eine ähnlich Lohnentwicklung prognostiziert.

Schlagworte zum Thema:  Reallohn, Inflation

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