13.05.2011 | Recht & Personal

Immer mehr befristete Arbeitsverhältnisse

Fast jede zweite Neueinstellung ist derzeit befristet. Das hat das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung ermittelt. Damit hat sich der Anteil deutlich erhöht. Arbeitgeber sollten aber beim Abschluss befristeter Arbeitsverträge aufpassen, denn schnell kann man sich in den Regelungen des Befristungsrechts verheddern, mit ungewollten Folgen.

Die Regelungen zum befristeten Arbeitsverhältnis sind im Teilzeit- und Befristungsgesetz geregelt.

Soll ein Arbeitsvertrag befristet werden, muss dies ausdrücklich und klar vereinbart werden. Darüber hinaus empfiehlt sich die Aufnahme einiger spezieller Vertragsklauseln zur Regelung der aus der Befristungsabrede erwachsenden Besonderheiten, z. B. hinsichtlich der Beendigung des befristeten Arbeitsverhältnisses durch Kündigung.

Schriftform beachten - und zwar rechtzeitig!

Nach § 14 Abs. 4 TzBfG muss der befristete Arbeitsvertrag zum Zeitpunkt der vereinbarten Arbeitsaufnahme in schriftlicher Form vorliegen. Eine mündliche Befristung ist unwirksam, und es kommt ein unbefristetes Arbeitsverhältnis zustande.

Auf Einhaltung diesens Zeitpunkts muss besonderer Wert gelegt werden. Denn der Formmangel kann nicht dadurch geheilt werden, dass die unwirksame Befristungsabrede nach Arbeitsaufnahme doch noch schriftlich fixiert wird.

Achtung: Das Schriftformerfordernis betrifft nur die Befristungsabrede, nicht etwa den gesamten Arbeitsvertrag. Für die vertraglichen Vereinbarungen gilt im Übrigen das Nachweisgesetz Gleichwohl sollte aus Gründen der Klarheit und Vollständigkeit ein umfassender schriftlicher Arbeitsvertrag geschlossen werden. Etwaige tarifliche Besonderheiten sind zu beachten.

Das sind die aktuellen Zahlen des IAB

Vor zehn Jahren war erst weniger als jede dritte Neueinstellung befristet.Auch insgesamt hat die Zahl der auf Zeit eingestellten Beschäftigten deutlich zugenommen. So gab es 1996 dem IAB zufolge etwa 1,3 Millionen befristete Arbeitsverhältnisse - 2010 waren es mit mehr als 2,5 Millionen nahezu doppelt so viele.

Aktuell

Meistgelesen