| Auch für Leiharbeiter

IG Metall will umfassende Regelung zur Kurzarbeit

Die IG Metall fordert Kurzarbeitergeld auch für Leiharbeiter.
Bild: Haufe Online Redaktion

Angesichts der steigenden Zahl von Kurzarbeitern hat die IG Metall besseren Schutz für Leiharbeiter verlangt.

Die Metallunternehmen reagierten auf den Nachfragerückgang in Europa zunehmend mit dem Abbau von Leiharbeit, erklärte Gewerkschaftschef Berthold Huber in Frankfurt. Huber verlangte die Wiedereinführung von Regelungen aus der Krise 2009/2010, als im Rahmen der Konjunkturpakete kurzfristig auch Kurzarbeit für Leiharbeiter zugelassen wurde. Die im Jahr 2010 erweiterte Kurzarbeit ist inzwischen wieder ausgelaufen, so dass die ausgeliehenen Beschäftigten schon bei den ersten Anzeichen wirtschaftlicher Probleme zu den Leidtragenden würden. "Wir brauchen deshalb dringend die Kurzarbeit für Leiharbeiter", erklärte Huber.

Keine tiefgreifende Krise 

Die aktuell angezeigten Kurzarbeiterzahlen in der Metallbranche seien noch nicht besorgniserregend, meinte der Gewerkschaftsführer und verwies auf das sehr hohe Beschäftigungsniveau  2011. Es sei übertrieben, aus der aktuellen Entwicklung eine tiefgreifende Krise zu machen. Wie die Arbeitgeber von Gesamtmetall verlangt aber auch die Gewerkschaft die Wiedereinführung der erweiterten Kurzarbeiterregeln. Unter anderem war die Höchstdauer von 6 auf 18 Monate heraufgesetzt und die Unternehmen von fortlaufenden Sozialabgaben befreit worden.

Krisenregeln wieder einführen

Seit 2012 gelten nun wieder die strengeren Vorschriften aus der Zeit vor der Krise. Die IG Metall verlangt von der Bundesregierung schon wegen einer angenommenen administrativen Vorlaufzeit von etwa drei Monaten die sofortige Wiedereinsetzung der Krisenregeln. "Die erweiterte Kurzarbeit muss umgehend als vorsorglicher Krisenschutz wieder eingeführt werden", erklärte Huber.

Schlagworte zum Thema:  Kurzarbeit, Leiharbeit, Gewerkschaft

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