15.09.2016 | Integration

Familienunternehmen wollen triale Ausbildung für Flüchtlinge

Der Verband "Die Familienunternehmen" schlägt 1.000 Euro pro Monat Förderung pro Flüchtling für die ersten beiden Ausbildungsjahre vor.
Bild: Pixabay

Für eine stärkere Beschäftigung von Flüchtlingen müssen nach Ansicht der Familienunternehmen die Sprachkenntnisse verbessert und die duale Ausbildung um eine dritte Säule ergänzt werden.

Eine "triale Ausbildung" aus praktischer Lehre, Berufsschule und Spracherwerb wäre ein "Integrationsturbo für Flüchtlinge", sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes "Die Familienunternehmer", Albrecht von der Hagen, in Berlin. "Den Turbo brauchen wir, bevor das Gros der bleibeberechtigten Flüchtlinge in Langzeitarbeitslosigkeit feststeckt." Integration sei eine staatliche Aufgabe. Doch kein Amt und auch keine Sprachschule könnten den Rund-um-Service einer trialen Ausbildung bieten, sagte von der Hagen. An der Integrationsleistung - praxisnaher Spracherwerb plus innerbetriebliche Sozialarbeit - sollte sich der Staat beteiligen.

Dienstleistungsvertrag mit dem Staat

Der Verband schlägt 1.000 Euro pro Monat pro Flüchtling für die ersten beiden Ausbildungsjahre vor. Einen entsprechenden Dienstleistungsvertrag mit dem Staat hatten die Familienunternehmer schon vor Wochen ins Gespräch gebracht. "Wenn die Flüchtlinge gar nicht erst arbeitslos werden, sondern mit der trialen Ausbildung fit für den Arbeitsmarkt gemacht und als Fachkräfte eingesetzt werden können, sparen die öffentlichen Haushalte und Sozialkassen gegenüber einem Hartz-IV-Bezug nach zehn Jahren bis zu 130.000 Euro pro Flüchtlings-Azubi", rechnete von der Hagen vor. Vor allem aber erlebten Flüchtlinge ein selbstbestimmtes Leben und könnten sich in die Gesellschaft integrieren.

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Schlagworte zum Thema:  Betriebliche Ausbildung, Integration, Berufliche Ausbildung, Flüchtlinge

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