03.03.2015 | Entgeltgleichheit

Familienministerin plant Gesetz zur Lohngleichheit

Per Gesetz soll mehr Lohngleichheit zwischen Frauen und Männern kommen.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) will Frauen in Deutschland per Gesetz ermöglichen, in ihrer Firma eine im Vergleich mit männlichen Kollegen faire Gehaltseinstufung zu prüfen.

"Es wird nicht möglich sein, das Gehalt des Kollegen einzeln zu erfragen, aber es wird möglich sein zu prüfen, ob die eigene Einstufung in einer vergleichbaren Gruppe erfolgt ist", erklärte Schwesig  auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Schwerpunkt des Gesetzes werde - wie im Koalitionsvertrag festgelegt - "eine Verpflichtung für Unternehmen ab 500 Mitarbeiter sein, sich mit dem Lohnunterschied von 22 Prozent von Frauen und Männern auseinanderzusetzen". Nach "Spiegel"-Informationen plant die Ministerin sogar ein Gesetz, mit dessen Hilfe sich "möglichst alle Angestellten" entsprechend informieren können. Dies habe Schwesig bei einem Treffen mit Gewerkschaftsvertretern und Spitzenverbänden der Wirtschaft angekündigt. Die Pläne haben laut "Spiegel" in der Wirtschaft für erheblichen Unmut gesorgt. Eine Ministeriumssprecherin betonte, man stehe in dem Prozess noch am Anfang. "SPD, CDU und CSU haben sich ja darauf verständigt, dem Gebot der Entgeltgleichheit zur tatsächlichen Durchsetzung zu verhelfen. Das ist im Koalitionsvertrag auch schon sehr detailliert festgeschrieben." Dort ist ausdrücklich von einer "Verpflichtung für Unternehmen ab 500 Beschäftigte" die Rede. Schwesig will laut "Spiegel" gemeinsam mit den Gewerkschaften eine Kampagne starten. Im Juni solle es einen Referentenentwurf geben.

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Schlagworte zum Thema:  Lohnkosten, Löhne und Gehälter

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