| Mindestlohn-Bericht

EU-Mindestlöhne haben zugelegt

Studie: Deutscher Mindestlohn ist "moderat".
Bild: M. Schuppich - Fotolia

Die gesetzlichen Mindestlöhne in Europa haben zum Jahresbeginn einer Studie zufolge im Durchschnitt zugelegt. Dank der niedrigen Inflation behielten die Arbeitnehmer auch mehr im Portemonnaie. Das ergibt sich aus dem am Montag veröffentlichten Mindestlohn-Bericht der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung.

Deutschland liegt nach der Untersuchung nur am "unteren Rand der westeuropäischen Spitzengruppe". Die 8,50 Euro seien hier "moderat".  Frankreich hatte seinen Brutto-Mindestlohn zum Jahresbeginn auf 9,61 Euro angehoben, die Niederlande auf 9,21 Euro. Großbritannien liegt mit umgerechnet 8,06 Euro unter dem deutschen Niveau. Dieser Wert sei aber stark von der Schwäche des Pfundes beeinflusst, so die Stiftung. Die Unterschiede zwischen den einzelnen EU-Ländern bleiben laut der Analyse gewaltig: In Bulgarien müssen etwa nur 1,06 Euro pro Stunde gezahlt werden, in Luxemburg dagegen 11,12 Euro. Die Autoren der Studie plädieren für europaweite Mindestlohn-Standards. Dies würde Armutslöhne verhindern und die Volkswirtschaften in Europa gegen drohende Deflationstendenzen schützen, argumentieren sie.

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Schlagworte zum Thema:  EU, Mindestlohn

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