13.09.2012 | DGB warnt

Ausbildungsmängel trotz fehlender Fachkräfte

Vor allem Mechatroniker sind mit ihrer Ausbildung zufrieden.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat Teilen der Wirtschaft vorgeworfen, trotz der Klage über fehlende Fachkräfte die Qualität der Ausbildung schleifen zu lassen.

"Die Probleme von Auszubildenden sind in den letzten Jahren leider nicht geringer geworden", kritisierte DGB-Vize Ingrid Sehrbrock in Berlin. "Es gibt noch viele Betriebe, wo es Defizite und auch gravierende Missstände gibt." Dennoch sind 72,5 Prozent der Azubis nach Angaben des DGB-Ausbildungsreports 2012 zufrieden.

Oft als billige Arbeitskräfte ausgenutzt 

Für die Studie wurden 12.039 Auszubildende in den 25 häufigsten Ausbildungsberufen befragt. DGB-Bundesjugendsekretär René Rudolf kritisierte, fast zwei Drittel der Befragten wüssten noch nicht, ob sie im Anschluss an ihre Ausbildung übernommen werden. "Hier wird die Chance vertan, gut ausgebildete Fachkräfte an die Unternehmen durch Übernahme zu binden." Am besten bewerten angehende Bank- und Industriekaufleute sowie Mechatroniker ihre Ausbildung. Auf den letzten Plätzen landen die Ausbildungsgänge für Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk und Restaurant- und Hotelfachleute. Sehrbrock sagte: "Sie fühlen sich häufig als billige Arbeitskräfte ausgenutzt und sie sind dem enormen Druck von Ausbildern und Kunden teilweise schonungslos ausgesetzt."

Schlagworte zum Thema:  Ausbilder, Betriebliche Ausbildung, Fachkräftemangel, Deutscher Gewerkschaftsbund

Aktuell

Meistgelesen