19.08.2014 | DGB-Studie

Zu wenig Frauen in Technik- und IT-Berufen

Immer mehr Fraauen interessieren sich für technische Berufe.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Trotz eines wachsenden Frauenanteils in mathematisch-naturwissenschaftlichen Berufen fehlt es nach einer DGB-Studie weiterhin an weiblichem Technik- und Informatik-Nachwuchs.

So habe der Anteil junger Frauen an den 42 500 Studienanfängern im Fach Informatik im Jahr 2012 lediglich bei 22 Prozent gelegen. Im Fach Elektrotechnik habe ihr Anteil an den 26 500 Erstsemestern sogar nur 12,3 Prozent, in den Studienfächern Verkehrstechnik und Nautik sogar nur 11,3 Prozent ausgemacht.

Geschlechtsspezifische Wahl

"Wie bei der Berufswahl insgesamt kommt es auch innerhalb der mathematisch-naturwissenschaftlichen und den Technik-Berufen zu einer geschlechtsspezifischen Wahl", bilanziert der Leiter der Abteilung Arbeitsmarktpolitik, Wilhelm Adamy, in der Studie. Wenn sich junge Frauen schon für eine mathematisch-naturwissenschaftliche Ausbildung entschieden, dann wählten sie wesentlich häufiger ein Mathematik- (48,2 Prozent Frauenanteil), ein Biologie- (61,8 Prozent Frauenanteil) oder ein Pharmazie-Studium (67,9 Prozent Frauenanteil).

25 Prozent mehr Frauen bei den Ingenieuren

Auch wenn in einigen Bereichen der Frauenanteil noch vergleichsweise gering sei, seien Frauen in technisch-naturwissenschaftlichen Berufen seit einigen Jahren auf dem Vormarsch, räumt der Autor der Studie ein. So sei die Zahl der Frauen in naturwissenschaftlichen Berufen zwischen 2007 und 2011 um 33 Prozent gewachsen - und damit doppelt so stark wie die Gesamtzahl der Beschäftigten in diesem Bereich. In Ingenieurberufen wuchs die Zahl der Frauen sogar um 25 Prozent. Dagegen lag der Zuwachs von Frauen in nichtakademischen IT- und Technik-Berufen lediglich bei 3 Prozent. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) sieht bis 2020 eine Lücke von 1,4 Millionen Facharbeitern in technischen und naturwissenschaftlichen Berufen. Das berichtet die "Bild am Sonntag" unter Berufung auf ein Positionspapier des DIHK. Gesucht werden vor allem beruflich Qualifizierte.

>> Lesen Sie auch: Bundesregierung will Gründerinnen fördern.

 

Schlagworte zum Thema:  Frauenförderung

Aktuell

Meistgelesen