30.09.2015 | Weiterbildung auf Firmenkosten

Der umstrittene Bildungsurlaub und viele Fragen

Weiterbildung ist heute ein berufliches Muss.
Bild: Getty Images, Inc.

Es klingt fast zu schön, um wahr zu sein: Berufstätige haben in den meisten Bundesländern das Recht auf eine Extraportion Urlaub, um sich weiterzubilden. Und das bei vollem Lohn. Die Palette beim Bildungsurlaub ist breit: Rhetorik, Business-Englisch, aber auch Yoga oder politische Themen gehören zu den anerkannten Angeboten.

Viele scheinen aber gar nichts von ihrem Recht zu wissen. Und andere trauen sich nicht, es in Anspruch zu nehmen - aus Angst vor Ärger mit dem Arbeitgeber. Denn der reagiert womöglich komisch, wenn jemand freigestellt werden will für eine Sprachreise. Dabei ist im Prinzip klar: Weiterbildung ist wichtig, um im Beruf am Ball zu bleiben. Arbeitnehmer müssen dafür aber nicht unbedingt ihren normalen Urlaub opfern. Was sie zum Bildungsurlaub wissen müssen:

Wer hat Anspruch darauf?

Das hängt vom Bundesland ab, in dem man arbeitet. Nach Angaben vom Bundesbildungsministerium (BMBF) gibt es Regelungen zum Bildungsurlaub aktuell in 14 von 16 Ländern. Seit 1. Juli gehört Baden-Württemberg dazu, Thüringen hat ein Gesetz beschlossen, dass zum 1. Januar 2016 in Kraft treten soll. Nur Bayern und Sachsen sind außen vor. Teilweise gilt der Anspruch auch für Azubis. Bedingung ist oft eine Mindestgröße des Betriebs und eine Mindestdauer des Beschäftigungsverhältnisses. In Baden-Württemberg beispielsweise müssen Beschäftigte mindestens seit zwölf Monaten im Betrieb sein, in Nordrhein-Westfalen sind es sechs Monate.

Schlagworte zum Thema:  Betriebliche Weiterbildung, Berufliche Weiterbildung, Bildungspaket

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