30.06.2014 | Betriebsfeier

Ohne Chef kein Versicherungsschutz

Ist der Chef dabei, gibt's Versicherungsschutz.
Bild: Haufe Online Redaktion

Mitarbeiter sind bei Weihnachtsfeiern nur dann gesetzlich unfallversichert, wenn die Feier von der Firmenleitung durchgeführt wird, entschied das Bundessozialgericht (BSG) in Kassel.

Das Bundessozialgericht (BSG) in Kassel entschied damit gegen eine Frau, die auf einer Weihnachtsfeier gestürzt war und sich den Oberschenkelhals gebrochen hatte. Dies sei kein Arbeitsunfall, da die Feier auf einer Bowlingbahn nicht durch die Firmenleitung initiiert worden sei, urteilten die Kasseler BSG-Richter (Az: B 2 U 7/13 R). "Veranstalten Mitarbeiter aus eigenem Antrieb eine Feier, sind sie nicht gesetzlich unfallversichert, auch wenn die Leitung Kenntnis von der Feier hat", stellte der Vorsitzende Richter des 2. Senats klar. "Es kommt auf die betriebliche Anordnung durch die Betriebsführung an."

Unklar: Wie groß muss eine Abteilung sein?

Grundsätzlich sind Teilnehmer an sogenannten betrieblichen Gemeinschaftsveranstaltungen versichert, wenn diese allen Mitarbeitern offenstehen. In der Frage aber, wie groß eine Abteilung sein muss, um eine eigene, versicherte Weihnachtsfeier zu organisieren, wollten sich die obersten deutschen Sozialrichter nicht festlegen. Der Senat sehe die Entwicklung, dass nicht immer der Chef noch mit der Sekretärin feiern gehe, sagte der Richter. In dem Fall ging es um eine Feier eines Teams eines Jobcenters, bei dem lediglich die stellvertretende Teamleiterin anwesend war.

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Schlagworte zum Thema:  Betriebsfeier, Gesetzliche Unfallversicherung

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