08.05.2012 | Bundesagentur für Arbeit

Viele Firmen finden keine Lehrlinge mehr

Lehrlinge werden Mangelware.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Für ihre Ausbildung ziehen Jugendliche immer häufiger von Zuhause weg - so manche Firma findet deshalb keine Lehrlinge mehr. "Gab es vor Jahren einen Überhang an Jugendlichen, so ist es in einigen Regionen inzwischen umgekehrt: Dort werden die jungen Menschen zum knappen Gut", teilte die Bundesagentur für Arbeit (BA) anlässlich des "Tags des Ausbildungsplatzes" mit.

Den Aktionstag gibt es nunmehr seit 17 Jahren - damals war das wichtigste Ziel, möglichst viele Ausbildungsplätze einzuwerben. Inzwischen gehe es nicht mehr nur um Quantität, betonte BA-Vorstandsmitglied Raimund Becker in Nürnberg: "Die Herausforderung der nächsten Jahre wird sein, dass Jugendliche und Arbeitgeber noch besser zueinander finden."

 

Großstädte mit Magnetwirkung

Viele Schulabgänger suchten inzwischen überregional nach einer Stelle; bereits jeder Dritte absolviert laut BA seine Ausbildung nicht in seinem Heimatkreis. Städte wie Hamburg, Bremen oder Berlin wirkten regelrecht als Magnete. "Andere Regionen dagegen haben große Schwierigkeiten, Ausbildungsbewerber in ihrer Region zu halten."

 

Ausbildungsverbünde als Lösung

Um für junge Menschen attraktiver zu werden, rät Becker den Unternehmen, sich in sozialen Netzwerken zu präsentieren, sich in Ausbildungsverbünden zusammenzuschließen oder Schülerpraktika anzubieten. "Es lohnt sich für Arbeitgeber, zusätzlich ihre Ansprüche an die Bewerber zu überdenken", ergänzte Becker. "Viele Schüler, die auf den ersten Blick nicht wie Olympioniken wirken, haben das Zeug zu einer erfolgreichen Ausbildung."


Schlagworte zum Thema:  Ausbildung, Lehrling, Auszubildende, Bundesagentur für Arbeit, Mitarbeiter

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