16.10.2013 | Ausbildung

Azubis dürfen länger zu Hause bleiben

Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Wenn Auszubildende wegen der Erkrankung ihres Kindes zu Hause bleiben müssen, können sie vom Arbeitgeber deutlich länger Lohnfortzahlung verlangen als andere Beschäftigte.

Müssen Azubis wegen einer Erkrankung ihres Kindes zu Hause bleiben, können sie vom Arbeitgeber Lohnfortzahlung verlangen - und zwar bis zu sechs Wochen lang. Das teilt die Techniker Krankenkasse mit. Damit können Azubis mit krankem Kind deutlich länger bezahlt zu Hause bleiben als andere Beschäftigte. Regulär steht Arbeitnehmern pro Kalenderjahr und Kind nur für zehn Tage Kinderkrankengeld zu, das außerdem nur rund 80 Prozent des Netto-Lohns beträgt. Der Unterschied ergibt sich daraus, dass für Azubis das Berufsbildungsgesetz und für regulär Beschäftigte das Lohnfortzahlungsgesetz in Kombination mit dem Sozialgesetzbuch gilt. Das Kinderkrankengeld für regulär Beschäftigte zahlt - anders als die Lohnfortzahlung - die Krankenkasse, nicht der Arbeitgeber. Um das Kinderkrankengeld zu bekommen, muss das Kind unter zwölf Jahre alt und auf Hilfe angewiesen sein. Außerdem darf es keine andere im Haushalt lebende Person geben, die die Pflege des Kindes übernehmen kann. Alleinerziehenden steht bis zu 20 Arbeitstagen Kinderkrankengeld zu.

Aktuell

Meistgelesen